spacerspacer spacer
 
Arno Schmidt Allerdings Logo Arno Schmidt Stiftung Logo Deutsches Literatur Archiv
Eine Ausstellung von 30/03 bis 27/8/06
Eine Linie
 
Ausstellung
      Einführung
      Rundgang
      Flyer download
      Impressum
Arno Schmidt
Besucherinfo
Programm
Presse
Katalog
Links
Home
Suche
Drucken
Umzugspostkarte Angezeigt wegen Pornografie
und Gotteslästerung: Eine Akte aus
Arno Schmidts Stuttgarter Prozess
Pornografie
Raum 5:
»Eine Art pornographisches Lachkabinett«

Bis Ende 1952 findet Sexualität in den Erzählungen und Kurzromanen von Arno Schmidt nur in Andeutungen und Auslassungen, gewissermaßen zwischen den Zeilen statt. Dann, im Dezember 1952, schreibt er den ersten Teil seines Romans Aus dem Leben eines Fauns nieder. Darin enthalten ist ein Programm, das ihn fortan zu einer Darstellung von Sexualität befähigt: »Jeder Schriftsteller sollte die Nessel Wirklichkeit fest anfassen; und uns Alles zeigen: die schwarze schmierige Wurzel; den giftgrünen Natternstengel; die prahlende Blume(nbüchse).« Seine Wandlung vom Vertreter ätherischer »boyish poet=love« zum verfolgten Pornografen geht schneller als bei Christoph Martin Wieland, einem seiner literarischen Hausgötter: Schon für seine nächste Erzählung, die im Sommer 1953 geschriebene Seelandschaft mit Pocahontas erhält er Anzeigen wegen Verbreitung von Pornografie und Gotteslästerung.
  raum_2b  zurück zur Übersicht

nach oben